Woraus besteht eigentlich Leinwand?
Es muss nicht immer
Malerei sein.


Ist Leinwanddruck
wirklich etwas Neues?


Woraus besteht eigentlich Leinwand?

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Feld mit blühenden Flachspflanzen
Feld mit blühenden Flachspflanzen. [7]
Woraus besteht eigentlich Leinwand?

Unter Leinwand versteht man sowohl das reine Gewebe für Kleidung als auch den mit Leinen bespannten Holz-Rahmen welcher von Künstlern z. B. für Ölgemälde verwendet wird. Ursprünglich wurden die Künstler Leinwände tatsächlich immer mit Leinen bespannt.

Produktion von Leinen.

Leinen wird aus den Fasern der Lein- oder Flachspflanze gefertigt. Die dabei verwendeten Flachsfasern werden durch ein aufwändiges und langwieriges Verfahren aus den Stengeln der Pflanze gewonnen.

Durch Trocknen der reifen Stengel platzt die Oberseite der Stengel auf. Danach können dann Mikroorganismen, Bakterien und Pilze in den Stengel eindringen und chemisch so verändern, dass später mechanisch die Flachsfasern vom restlichen Material des Stengels getrennt werden können. Je nach Anbaugebiet gibt es unterschiedlichste Verfahren. Die gewonnen Fasern werden versponnen und daraus wird dann Gewebe hergestellt.

Eigenschaften von Leinen.

Da Flachs bis zu 35% Feuchtigkeit aufnehmen und diese mit der Umgebung schnell austauschen kann, fühlt sich das Gewebe aus Leinen/Flachs kühl an. Deshalb wird es gerne für Sommerbekleidung verwendet. Ohne weitere Zusatzstoffe ist Leinen bereits bakteriozid, fast antistatisch und schmutzabweisend, sehr reißfest aber nur wenig elastisch. Deshalb knittert das Material sehr.

Historie und Anbau von Flachs.

Ägyptische Mumien mit Leinenstreifen
Ägyptische
Mumien mit
Leinenstreifen [8]
Es wurde nachgewiesen, dass bereits vor über 6.000 bis 7.000 Jahren Leinen systematisch in Ägypten, Mesopotamien und Phönizien angebaut wurde. Vermutlich exitiert die Leinenverarbeitung schon seit über 10.000 Jahren.
Ägyptischen Mumien wurden immer mit Leinenstreifen umwickelt.
Im 19. Jahrhundert wurde Leinen nach und nach durch Baumwolle praktisch vollständig verdrängt.

In heutiger Zeit wird wieder vermehrt Leinen angebaut. Der Anbau wird durch Förderung der europäischen Union unterstützt. Leinen kann überall in Westeuropa angebaut werden und benötigt dabei nur wenig Einsatz von Chemie wie Dünger und Pestiziden.

Leinwände für Ölgemälde.

Unter Leinwand versteht man auch den kompletten hölzernen Tragrahmen auf dem ein Gewebe aus Leinen aufgespannt ist.

Der Holzrahmen ist konstruktiv so gestaltet, dass bei Spannungsveränderungen durch veränderte Luftfeuchtigkeit und Temperatur mit Keilen die Spannung des textilen Materials ausgeglichen werden kann. Deshalb heißt diese Art von Rahmen Keilrahmen. Die Leinwand ist heute wie früher die ideale Grundlage für Ölmalerei.

Um für die Malerei verwendet werden zu können, muss die unbehandelte Leinwand, unabhängig ob aus der Flachsfaser oder Baumwolle hergestellt, erst beschichtet werden. Früher nutzte man dazu einen Knochenleim. Die richtige Mischung aus Leim und Wasser und anderen Zutaten wie Alaun, Kasein oder Ei war dabei ein gut gehütetes Geheimnis des Künstlers. Dadurch bestimmte er die Eigenschaften des Malgrundes, wie weit wasserempfindlich, flexibel, hart oder brüchig die Leinwand war.

Bevor diese bemalt wurde, führte der Künstler noch eine Grundierung durch. Diese Grundierung diente der Konservierung und verstärkte die Leuchtkraft der Farben. Um eine dunkle, warme Ausstrahlung seiner Bilder zu erreichen, bevorzugte Rembrandt eine dunkle Grundierung. Rubens verwendete einen weißen Gipsgrund mit heller Blaugraulasierung.

HP Z6100 Drucker beim Drucken von zwei Panoramaleinwänden
HP Z6100 Drucker beim Drucken
von zwei Panoramaleinwänden [2]
Leinwand heute.

Heute trägt die Beschichtung der Leinwände, die in modernen Tintenstrahldruckern verwendet werden, genauso entscheidend zur Leuchtkraft und Haltbarkeit der Farben bei wie früher.

Einige Anbieter von Leinwandmaterial zum Bedrucken mit Großformatdrucker haben sogar bis vor kurzem noch echte Leinwand aus Flachsfaser für den Tintenstrahldruck angeboten. Inzwischen sind diese Materialien aus Flachs aber nicht mehr lieferbar.

Baumwollenpflanzen mit reifen Samenkapseln
Baumwollenpflanzen mit
reifen Samenkapseln [9]
Als preisgünstige und dennoch qualitativ hochwertige Alternative haben sich Leinwände aus Baumwolle durchgesetzt.

Es gibt sie in matten und glänzenden Ausführungen. Bei matten Leinwänden ist die textile Oberflächenstruktur wenig bis gar nicht zu sehen. Sie unterscheiden sich somit kaum noch oder nur sehr wenig von einem Druck auf einem glatten Medium wie Film oder Folie.

Im englischen Sprachraum heißt Leinwand Canvas. Der Ausdruck Canvas wird auch im deutschen Sprachraum verwendet und bezeichnet sowohl das Material auf dem gedruckt wird als auch das komplette fertige Bild.

Der Druckspezialist digiposter verwendet eine spezialbeschichtete Leinwand aus reiner Baumwolle. Das Gewebe hat eine prägnante textile Struktur, die durch leichte Unregelmäßigkeiten im Faden sehr lebendig wirkt. Die rohweiße Grundierung verleiht dem Bild einen leicht seidigen Glanz, der sehr edel wirkt.

Durch die Satinierung erreicht man konsistente, präzise Farben und eine hohe Detailgenauigkeit. Allerdings eignet sich diese glänzende Variante nur für den Einsatz im Innenbereich, da die Oberfläche wasserempfindlich ist.